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Zentaur
Entscheidung treffen: Die Herausforderung der Wahl
Für viele Menschen ist das Treffen von Entscheidungen eine echte Herausforderung. Soll ich das rote oder das blaue Kleid anziehen? Sollten wir nach Mallorca oder nach Ibiza in den Urlaub fliegen? Und wen heiraten: diesen charmanten Typen oder den abenteuerlustigen? Oft stehen wir vor dem Dilemma, und das ist ganz normal. Aber woher kommt diese Komplexität?
Psychologen wie Gunter Schmidt betonen, dass wir „multiple“ sind. Was heißt das? Durch unsere vielfältigen Lebenserfahrungen entwickeln wir unterschiedliche Seiten in uns, die auch als innere Anteile bezeichnet werden können. Wenn es um Entscheidungen geht, melden sich diese Anteile mit ihren individuellen Erfahrungen und Meinungen zu Wort.
Eine innere Stimme könnte sagen: „Ja, du solltest diesen Mann heiraten, denn er wirkt vertrauenswürdig und hat ein gutes Einkommen. So musst du dir keine Sorgen um die finanzielle Sicherheit machen.“ Doch dann meldet sich eine andere Stimme: „Aber er ist doch so langweilig! Ich kann mir nicht vorstellen, ein ganzes Wochenende mit ihm sinnvoll zu verbringen.“ Diese inneren Debatten können stunden-, wochen- oder sogar monatelang andauern – fast wie in einem echten Parlament.
Manche Menschen gehen mit dieser Entscheidungsfindung nach dem Prinzip „70% zu 30%“ vor. Sie wissen, dass eine Entscheidung nicht perfekt sein kann, aber sie ist gut genug. Wenn wir uns für etwas entscheiden, entscheiden wir gleichzeitig auch gegen etwas anderes. Leider(. Das ist eine gesunde und realistische Einstellung.
Doch andere suchen nach der perfekten Entscheidung, die zu 100% stimmig sein sollte. Ich frage mich: In welchem Parlament ist es möglich, dass alle Mitglieder plötzlich einstimmig abstimmen? Das ist utopisch für ein demokratisches Verfahren – vielleicht wäre es in einer Diktatur möglich. Die Suche nach der idealen Entscheidung kann jedoch so lange dauern, dass die Zeit bereits vergangen ist und die Chancen vertan wurden.
Hier kommt eine humorvolle, aber auch traurige Geschichte über einen Zentauren, der nie eine Entscheidung treffen konnte. Wenn wir übertreiben, dann übertreiben wir eben!
Letztlich können wir in der Entscheidungssuche lernen, dass es manchmal besser ist, einfach einen Schritt zu wagen – auch wenn die Wahl nicht perfekt ist.
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